ETF-Sparpläne: Altersvorsorge kann auch effektiv sein

Jetzt mal ehrlich: Altersvorsorge ist ein Thema, bei dem meist nur wenig Freude aufkommt. Zwar weiß (fast) jeder, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Und (fast) jeder weiß, dass private Vorsorge nötig ist.

Allerdings lesen wir auch (fast) täglich von Produkten, die zwar attraktiv klingen, bei näherem Hinsehen aber hauptsächlich Kosten und Provisionen erzeugen. Eine gute Lösung: ETF-Sparpläne.

Altersvorsorge am Stock

Die gute alte Lebensversicherung? Dümpelt so vor sich hin. Die Riester-Rente? Für eine bestimmte Zielgruppe unter bestimmten Voraussetzungen nicht uninteressant. Mehr aber auch nicht. Eine private Rentenversicherung? Siehe die gute alte Lebensversicherung. Was also bleibt noch?
Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds. Oder Exchange Traded Funds. Oder einfach kurz: ETFs. Dieses Anlageprodukt wird an der Börse gehandelt, allerdings ist der Erwerb von ETFs nicht an eine Investmentgesellschaft gebunden. Beliebt sind ETFs nicht nur, weil sie eine hohe Liquidität zeigen. Sie werden zudem passiv verwaltet, was zu niedrigen Kosten führt.

Aber ist das nicht gefährlich?

ETFs – klingt irgendwie nach Börse, nach Aktien, nach Spekulation und womöglich hohen Verlusten. Mag sein, aber Riester-Rente klingt auch nach Sicherheit, guter Rendite und transparenten Kosten. Stimmt allerdings beides nicht. Was gegen Riester und für ETFs spricht. Natürlich gibt es an der Börse Kursschwankungen, das liegt in der Natur der Sache. Doch mit ETFs kann man trotzdem nicht viel falsch machen. Zumindest dann nicht, wenn man einen langen Atem hat.

Drei Börsen-Crashs seit Ende der 1990er: Na und?

Aktionäre, die seit dem Ende der 1990er Jahre an der Börse aktiv sind, mussten dreimal sehr tief durchatmen. Denn dreimal kam es zu einem Crash, der die Börsen ins Wanken brachte. Weitet man den Betrachtungszeitraum aus – zum Beispiel von 1965 bis 2014 – sind die Folgen von Kursschwankungen nahezu komplett verschwunden. Wenn man nicht in Panik gerät. Bei ETFs geht es also um Langfristigkeit. Wer ein wenig Mut aufbringt und auch mit Kursschwankungen ruhig schlafen kann, weil er sich sicher fühlt, ist auf der richtigen Seite. Gerade deshalb sind ETFs gerade für jüngere Anleger eine attraktive Geldanlage. Denn je länger man diese Form der Geldanlage wirken lässt, desto besser der Ertrag.

Auf die Kosten kommt es an

Für sämtliche Anlageprodukte gilt: Geld frisst Geld. Möge die Renditeerwartungen auch noch so gut sein, wenn Gebühren, laufende Kosten und Provisionen die Rendite "auffressen", bleibt am Ende nicht viel übrig. Hier punkten ETFs mit ausgezeichneten Werten. Allerdings ist auch bei ETFs Vorsicht geboten, wenn die Sparpläne mit extrem niedrigen Monatsraten angeboten werden (zum Beispiel ab 25,- Euro im Monat). Hier sind die Kosten zum Teil einfach zu hoch. Empfehlenswert ist der Rat eines unabhängigen Experten, beispielsweise eines Honorarberaters.

Autor: Peter Hieber
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