Fondssparen: Immer mit der Ruhe

Ob für die eigene Altersvorsorge und als verantwortungsvolles Geschenk für den Nachwuchs – sinnvolle Geldanlagen sind heute schwerer denn je zu finden.

Die klassische Lebensversicherung kränkelt schon seit Jahren, und auch staatliche geförderte Produkte sind wegen hoher Gebühren und Einschränkungen in der Auszahlungsphase in die Schlagzeilen gekommen.

Immer häufiger steht eine Frage im Raum: Was soll ich denn bloß mit meinem Ersparten machen? Oder auch: Wie kann ich meinem Kind oder Enkel etwas Gutes tun? Etwas, das später auch wirklich Rendite abwirft. Eine mögliche Antwort auf diese Fragen lautet Fondssparen. Dieses Modell hat seinen Reiz. Aber ohne Gelassenheit kann es zum Reinfall werden.

Schwankungen an den Finanzmärkten bringen viele Anleger ins Schwitzen

Fondssparen klingt ja einerseits ganz gut, so hört man immer wieder. Andererseits tragen die Schwankungen an den Finanzmärkten regelmäßig dazu bei, dass der letzte Schritt zur Police dann doch nicht gegangen wird. Zu groß scheint das Risiko, am Ende keine Rendite zu erzielen oder – das Worst Case-Szenario – womöglich sogar ein Minus aufzubauen. Doch im Falle des Fondssparens ist diese Sorge meist unbegründet.

Erfahrungswerte für einen ruhigen Schlaf

Der Branchenverband "Deutscher Fondsverband" (kurz: BVI) wollte es wissen. Er hat sich Fondssparpläne über einen Zeitraum von 20 Jahren und mehr angesehen und ausgewertet, was die Sparer von ihrer Geldanlage hatten. Dabei spielte es keine Rolle, ob monatlich 25,- Euro oder 500,- Euro angelegt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Untersucht wurden Fondssparpläne von 1990 bis heute. Die Zielgruppe waren also Sparer, die 1990 und danach ihr Geld ins Fondssparen investiert haben und dabei weltweit streuende Aktienfonds setzten. Mit einem Minus ist keiner der analysierten Sparer aus seinem Vorhaben gegangen. Im Gegenteil, wer einen langen Atem bewiesen und nicht vorzeitig "panisch" reagiert hat, konnte sich über Renditen von bis zu sieben Prozent freuen.

Ein einfaches Prinzip

Das Prinzip des Fondssparens ist sehr einfach. Der Sparer erwirbt durch seine regelmäßigen Einzahlungen nicht nur Aktien, die gerade weit gestiegen sind, sondern auch solche, die sich "im Keller" befinden, also sehr günstig sind. Über einen längeren Zeitraum gleichen sich die daraus resultierenden Schwankungen nicht nur aus, sondern bewegen sich erfahrungsgemäß meist in den positiven Bereich. Ganz wichtig beim Fondssparen ist allerdings ein langer Atem und eine gewisse Gelassenheit. Wer sich bei den ersten Schwankungen schnell aus dem Gleichgewicht bringen lässt, wird sicher nicht ruhig schlafen können. Wer aber auf die Langfristigkeit setzt und die Marktbewegungen gelassen beobachtet, wird nicht nur einen guten Schlaf, sondern in der Regel auch eine ansprechende Rendite haben.

Autor: Peter Hieber
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