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Peter Hieber
Deutsche Wertpapiertreuhand

Fondssparen: Eine gute Alternative zu sehr, sehr wenig

Ja, was soll man denn noch mit seinem Geld machen? Bringt doch eh alles nix mehr! Solche Stimmen hört man heute immer häufiger.

Kein Wunder, wenn man sich in Sachen Geldanlage umschaut, wird die Stimmung schnell trist. Renditen, die mehr kosten als sie einbringen, Lebensversicherungen im freien Fall und Sparbücher mit Zinsen wie Löcher in der Hose machen wenig Spaß. Doch das Fondssparen entwickelt sich immer mehr zum Favoriten vieler Anleger und Sparer.

Auf die Länge kommt es an!

An der Börse geht es rau zu, und manchmal purzeln die Kurse schneller als ein Lämmlein mit den Schwänzchen wackeln kann. Doch wer langfristig sparen will, kann sich diesbezüglich ziemlich entspannt zurücklehnen. Denn wer sein Fondssparen auf einen längeren Zeitraum anlegt – und das ist heute oft der Fall – der steckt auch Kursschwankungen spielend leicht weg. Denn je länger die Sparphase, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende wirklich etwas übrig bleibt. Und selbst wenn man sich mit Renditeversprechen vernünftigerweise zurückhält, kann man doch davon ausgehen, dass vier Prozent alles andere als unrealistisch sind. Sogar mehr als sieben Prozent sind dokumentiert.

Wieso funktioniert das Fondssparen?

Einen Trick gibt es nicht beim Fondssparen. Nur jede Menge Logik. Denn erstens erwirbt der Anleger beim Fondssparen nicht nur Aktien, wenn diese gerade gestiegen sind, sondern auch solche, die gerade sehr preisgünstig zu haben sind. Und zweitens – als Folge daraus – bedeutet ein niedriger Einstandspreis höheren Gewinn.

Fondssparen versus Sparbuch

Wie erfolgreich Fondssparpläne sind, zeigt sich durch einen simplen Vergleich. Angenommen, ein Anleger investiert jeden Monat 100,- Euro in einen Fondssparplan. Ein anderer zahlt den gleichen Betrag auf sein Sparbuch ein. Nun nehmen wir weiterhin an, dass der Fondssparer in Betongold investiert hat, also einen Immobilienfonds, der nur eine durchschnittliche Rendite abwirft. Experten haben errechnet, dass der Fonds trotzdem bei einer Laufzeit von 30 Jahren 3,9 Prozent Rendite, also knapp 38.000,- Euro, abwerfen würde (Stand heute). Das Sparbuch würde im besten Fall auf einen Zinsertrag von etwas mehr als 31.000,- Euro kommen. Allerdings hat diese Rechnung einen Haken. Denn ihr zufolge würde das Sparbuch 3,3 Prozent Zinsen erwirtschaften. In der heutigen Zeit kann man diese Annahme getrost als ... nun, sagen wir: ambitioniert betrachten.

Sicher ist sicher

Eigentlich kann man bei Laufzeiten von 10, 20 oder 30 Jahren kaum etwas falsch machen, wenn man auf das Fondssparen setzt. Empfehlenswert ist trotzdem ein Beratungsgespräch, bevor man sich für einen Fondssparplan entscheidet. Es ist ratsam, dieses bei einem unabhängigen Berater zu führen, der einen objektiven Blick auf die am Markt befindlichen Produkte wirft.