menu
Peter Hieber
Deutsche Wertpapiertreuhand
Login exit_to_app

Entwicklung des Weltaktienmarktes

Trotz aller Krisen war 2014 ein erfolgreiches Börsenjahr.

Vor dem Hintergrund komplexer politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Unsicherheiten stieg der Aktienmarkt der entwickelten Welt im Jahr 2014 um 19,5 % (in Euro gemessen). Der US-Markt erreichte in diesem Jahr zahlreiche Rekordhöhen, während die nicht US-amerikanischen Aktien in der ersten Jahreshälfte zuerst stark zulegten und dann in der zweiten Jahreshälfte wieder abrutschten.

Bestimmte Industrieländer, wie zum Beispiel Großbritannien und die USA, erzielten ein starkes BIP-Wachstum, während die Inflation (und die Zinssätze) niedrig blieben. Andere große Volkswirtschaften, wie beispielsweise die Eurozone und China, verloren an Schwungkraft und ihr Wachstum schwächte im Laufe des Jahres deutlich ab.

Im März annektierte Russland die ukrainische Halbinsel Krim, was zu Sanktionen seitens der USA und der EU führte. Im Dezember sank der russische Aktienmarkt um ein Drittel, während der Rubel fast die Hälfte seines Werts gegenüber dem US-Dollar einbüßte.

Im Nahen Osten verschärften sich die Spannungen – ISIS breitete sich in Syrien und dem Irak aus und rief die Gründung eines neuen fundamentalistisch-islamischen Staats aus. Daraufhin begann eine von den USA geführte und von der NATO unterstützte Koalition mit Luftangriffen gegen ISIS, um syrische, kurdische und irakische Gebiete zu schützen.

Der Ölpreis brach in der zweiten Jahreshälfte so drastisch ein, dass der Wert eines Barrels fast halbiert wurde. Ein großes Ölangebot, gestützt durch die OPEC und die zunehmende Ölförderung der USA durch Fracking-Methoden, traf auf verringerte Nachfrage aus den rückläufigen europäischen und chinesischen Volkswirtschaften.

Märkte belohnen Disziplin!

Historischer Kontext

Das Jahr 2014 bietet den Anlegern eine interessante Perspektive darauf, wie die Märkte funktionieren und wie Diversifikation einem Portfolio nützt. Politische Spannungen (Ukraine, Naher Osten); Anzeichen von Schwäche in wichtigen Volkswirtschaften (China, Europa); niedrige Inflation (Europa, Großbritannien, USA); und Konjunkturmaßnahmen von Zentralbanken (USA, Großbritannien, Europa, Japan) zeichneten ein trübes globales Bild, aber alles in allem legten die Märkte zu.

Einige Märkte schnitten besser ab als andere, was einmal mehr veranschaulicht, dass eine breite Streuung der Anlagen dazu beiträgt, Unsicherheit zu mindern, Risiko zu managen und die Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu steigern.

Der Anstieg des Marktes insgesamt deutet an, dass sich der durchschnittliche Anleger darauf verlässt, dass die Aktienmärkte in der Lage sind, eine Kapitalrendite zu liefern. Dies war in der gesamten Geschichte des Marktes der Fall. Die Weltmarktdaten im obigen Diagramm decken 34 Jahre ab und zeigen ein beträchtliches Wachstum in äußerst turbulenten Zeiten, wie beispielsweise die Produktivitäts- und Ölkrisen in den 70er Jahren; der Schwarze Montag; Kriege; Devisenkrisen; platzende Blasen; und zuletzt die weltweite Finanzkrise.

Anleger, die über diese gesamte Zeit hinweg ­- bzw. über lange Perioden innerhalb dieser Zeitspanne hinweg – Disziplin bewahrt haben, konnten ein starkes und zuverlässiges Wachstum ihres Kapitals miterleben und können davon ausgehen, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird.