Hohe Kosten sind ein Performancekiller

Eine Studie von Morningstar über den amerikanischen Fondsmarkt belegt es: Kostengünstige Fonds haben in allen untersuchten Zeiträumen besser abgeschnitten als teure Fonds.

Dies ist nicht nur bei Investmentfonds so, sondern gilt auch für die staatlich geförderte Altersvorsorge und andere nicht geförderte Produkte des Kapitalmarktes.

Den ausführlichen Bericht von Morningstar finden Sie hier.

Aktives Fondsmanagement erzielt für Kapitalanleger keine Mehrrendite

Dies hat der US Wissenschaftler William Sharpe in einer umfassenden Studie herausgefunden. William Sharpe dürfte Ihnen durch die von Ihm entwickelte Kennzahl zur Messung des Rendite-Risiko-Verhältnisses, der Sharpe-Ratio, bekannt sein.

In einer aufwendigen Simulationsrechnung wurden Einmalanlagen und Sparpläne von aktiv und passiv gemanagten Fonds getestet. Für aktiv gemanagte Fonds ist das Ergebnis katastrophal. Es spielt keine Rolle welches ausgeklügelte Verfahren ein Fondsmanager einsetzt, auf Dauer können aktiv gemanagte Fonds einen passiv gemanagten Fonds, der einfach den Aktienmarkt oder einen Marktindex abbildet, nicht schlagen.

Besonders die fondsinternen Kosten reduzieren den Gesamtertrag deutlich

Der Kosteneffekt ist weit höher als auf den ersten Blick sichtbar ist. Die internen Kosten reduzieren überdurchschnittlich den Nettoertrag. Ein kleines Rechenbeispiel verdeutlicht das sehr anschaulich:

Marktrendite vor Kosten 6 Prozent, Anlagebetrag 100.000 Euro, der eine Fonds hat 0,5 Prozent Gesamtkosten, der andere hat 2,5 Prozent Gesamtkosten. Bei einer Anlagedauer von 10 Jahren verzichtet der Anleger auf satte 29.755 Euro Ertrag. Wie es sich bei höheren Summen und längeren Laufzeiten auswirkt, möchte ich Ihnen ersparen.

Müssen Sie zudem einen Ausgabeaufschlag bezahlen, reduziert sich die Rendite weiter. Gerade bei Sparplänen über lange Zeiträume führt das zu weiteren erheblichen Ertragseinbußen.

Zudem sind in der ausgewiesenen Kostenquote TER nicht alle Kosten eines Fonds erfasst, die Transaktionskosten und andere Kosten eines Fonds kommen noch hinzu.

Prognosefreie (passive) Investmentstrategien sind einfach und kostengünstig

Nicht nur, dass prognosefreie (passive) Investmentstrategien deutlich kostengünstiger sind als aktive Investmentstrategien, sie beruhen auch auf einfachen und klaren Regeln. Sie als Anleger wissen immer genau wie Ihr Kapital investiert ist und können sich wichtigeren Dingen zuwenden, als täglich das Börsengeschehen zu verfolgen.

Passiv investieren ist streßfreies investieren und Sie erhalten genau die Rendite, die der Aktienmarkt bietet und die zu Ihrem Risikoprofil passt, nicht mehr und auch nicht weniger.

Ihr Peter Hieber